#1 19-04-2011 18:12

Marion
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Die wundersame Welt der Reinkarnation

Hallo ihr Lieben,

ich schreibe gerade an einem Artikel über die Reinkarnationsarbeit, der im Lichtboten veröffentlicht wurde - viel Vergnügen wünscht euch Marion
http://www.lichtbote.info/

PS Tömchen, ich wusste nicht, wohin mit diesem Artikel, du kannst ihn gerne woanders hinschieben, wenn er da besser aufgehoben wäre
die Inneren Reisen-Textausschnitte kommen, aber nach dem supertollen 4-Tages-Reinkarnationsseminar bin ich ein bisserl geplättet 127schlaf-k


Viele Mythen ranken sich um das Leben nach dem Tod und die Wiedergeburt. Die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod ist in vielen Kulturen und religiösen Lehren verbreitet – sie ist in unseren Erinnerungen verborgen. Viele von uns ahnen oder hoffen, dass es irgendwie weitergeht. Es schimmert eine Wahrheit durch, die nicht wissenschaftlich belegt werden kann und trotzdem ihre Berechtigung einfordert.

In den Ländern, in denen der Reinkarnationsglaube zum Alltag gehört, bemerkt man sehr viel mehr Ausgeglichenheit in der Mentalität der Menschen. Man sieht das Leben viel entspannter, eingebettet in die Ewigkeit, in den Kreislauf der Natur. Viele Ängste, Probleme und Anspannungen, typisch für uns Westler, entstehen daher gar nicht wie Abhängigkeiten von materiellen Güter, äußere Sicherheiten, Verlustängste, Angst vor dem Tod, Hektik, Stress, mangelnde Flexibilität, Angst vor Veränderungen und vieles mehr.

Wir „Reinkarnationler“ glauben, dass der Mensch eine unsterbliche Seele ist, dass unser Erden-da-Sein eine befristete Existenz hat und dass wir eben nicht nur einmal kommen und gehen, sondern uns wie die Natur im Rhythmus der Gezeiten erneuern. Der Mensch kommt immer wieder hierher, um etwas zu lernen, sich weiter zu entwickeln, Qualitäten zu entfalten oder Hindernisse zu überwinden.

In Managementtrainings erklärt man, der Sinn und Zweck von Training ist es, Stärken zu stärken und Schwächen zu schwächen, das könnte man auch kurzerhand über die Lebensaufgabe eines Menschen sagen. Wir sind hier, um das Beste aus uns zu machen, um unsere Potentiale und Fähigkeiten zu stärken, unsere Lernaufgaben zu erfüllen, unsere Schwächen und Fehler abzubauen und das Leben mit allen Sinnen zu genießen und auszukosten.

Somit sehen wir auch in unserer therapeutischen Arbeit den Ansatz, dass der Mensch überprüft, was steckt in mir, was habe ich für Möglichkeiten, welche Stärken und Fähigkeiten besitze ich, wo sind meine Schwächen, was möchte ich lernen, was möchte ich überwinden, was möchte ich stärken?

Die Reinkarnationsidee ist förderlich für unsere persönliche Entwicklung – ob man nun an Wiedergeburt glaubt oder nicht, spielt keine Rolle. Aus den Rückführungen früherer Leben konnten wir beobachten, dass die Seele am Ende eines jeden Lebens einen Rückblick macht, kritisch jeden Schritt überprüft, ob sie das Beste aus den mitgebrachten Anlagen gemacht hat, ob sie etwas übersehen oder nicht gemacht hat und je nachdem wie diese Bilanz ausfällt, nimmt sie sich ein neues Ziel vor und weiter geht’s im Spiel des Lebens auf dem Schulungsplaneten Erde.

Wir gehen auch von der Tatsache aus, dass ein Leiden, sei es nun körperlich oder seelisch bedingt, von Ursachen aus früheren Leben herrühren kann. Trotzdem wir heute in vielen Gebieten wie Ernährung, Sexualität, Partnerschaften oder Medizin tolle Fortschritte gemacht haben gibt es immer noch Essstörungen, sexuelle Probleme, unendliche Konflikte im zwischenmenschlichen Bereich und Krankheiten. Findet man ein Heilmittel für eine Krankheit, erschaffen wir etwas Neues, Unlösbares, wie zB AIDS.

Nun wie kommt das? Warum erinnert sich der Mensch nicht an Vergangenes und lernt daraus? Die Antwort liegt in der Funktion des Unterbewusstseins. Das Unterbewusstsein mit seiner Erinnerung ist so stark, dass die Moderne es nicht schafft, es zu übertünchen. Man muss das Unterbewusstsein verstehen, denn es speichert schmerzhafte Ereignisse ab, bis der Mensch die Reife erlangt hat, diese zu bearbeiten.

Das menschliche Bewusstsein ist mit einem Eisberg vergleichbar, wobei das Tagesbewusstsein nur der sichtbaren Spitze des Eisbergs entspricht, das sind ca. 8-15%. Unsere elementarsten Geistes- und Seelenfunktionen spielen sich jedoch unterhalb der Bewusstseinsschwelle – sozusagen im dunklen – ab.
Wir unterscheiden drei Bewusstseinsebenen: das Tages-Bewusstsein, das Überbewusstsein und das Unterbewusstsein.

Im Tages-Bewusstsein nimmt der Mensch objektiv, analytisch und rationell wahr. Diese Situationen können später erinnert werden und die Inhalte des Erlebens können ihm auf keine Weise schaden. Das Ganze läuft nur einmal ab (alles was öfters vorkommt, stammt aus dem Unterbewusstsein), ist eher sachlich, neutral und ohne Emotion. Man kann das in der Umwelt sehr leicht erkennen, denn wenn die Energie dahinter sachlich und stimmig ist, wird die Umwelt nicht reagieren.

Das Überbewusstsein hat viele Namen, höheres Selbst, Seele, göttlicher Funke, wie auch immer wir es bezeichnen wollen, das ist der Teil unseres Wesen, der ewig unverändert bleibt, er steht mit einem Fuß in der geistigen Welt und ist der direkte Draht zu Gott. Die Seele ist überpersönlich und erinnert sich an ihre Ganzheit, an ihre göttliche Herkunft. Wollten wir diesem Selbst Attribute zuschreiben, werden ihm die Begriffe wie bedingungslose Liebe, absolute Glückseligkeit und Weisheit am ehesten gerecht. Hier erfahren wir uns als Teil der Schöpfung und mit allem verbunden.

Lebt man auf dieser Bewusstseins-Ebene braucht man keine Therapieformen mehr, denn dann ist man eins mit allem was ist. Dort finden wir alle Antworten auf unsere Fragen, das Überbewusstsein kennt unsere gesamte, persönliche Reise, alle Rollen, die wir je gespielt haben über alle Leben hinweg, es kennt das Ziel dieses Lebens und wird uns auch dorthin führen, wenn wir es erlauben.

Das Tagesbewusstsein und das Überbewusstsein - so spannend es ist und soviel Stoff es auch zum Philosophieren anbietet - sind keine Themen für die Reinkarnation -> das Thema der Reinkarnation ist das weite, unbekannte Land des Unterbewussten!

85-92% unseres Denkens, Fühlens und Verhaltens erfolgt im Unterbewusstsein. Es ist die Schaltzentrale unserer unbewussten Körperfunktionen mit Sitz unserer Emotionen und Erinnerungen. Das Unterbewusstsein ist das abgespaltene Bewusstsein unseres wahren Seins und durch unser Verhalten entstanden. Nicht das Geschehen ist entscheidend, sondern wie wir damit umgehen. Alles Verdrängte wird im Unterbewusstsein abgespeichert, es ist zeitlos (dh es kann nicht unterscheiden zwischen früher und heute) und kann jederzeit aktiviert werden.

Das Unbewusste ist wie ein Aufnahmegerät, es bewahrt die Erinnerung an jede gemachte, erdachte und gefühlte Erfahrung auf, die wir je erlebt haben - und zwar nicht nur vom Zeitpunkt der Geburt an, sondern auch alle vorgeburtlichen Erfahrungen mit einschließend. Das Unterbewusstsein reagiert auf Assoziationen, auf Ähnlichkeiten, die irgendetwas in uns auslösen. Das kann etwas Visuelles sein, ein Geruch, eine Berührung, ein Ton, eine Wahrnehmung, eine Wortmeldung. Eine Banalität im Heute kann ganze Bilderreihen von früher auslösen.

Somit hat jedes Gefühl und jede Reaktion seinen Sinn und seine Berechtigung. Jede Verstimmung, jedes Problem ist eine Abweichung des Lebensplans. Das Unterbewusstsein ist aber auch unser Freund, denn das erste Prinzip des Unterbewusstseins ist es, unser Leben zu schützen.

In der Reinkarnationstherapie versuchen wir, unbewusstes wieder bewusst zu machen und somit zu neutralisieren, los zu lassen oder zu integrieren. Wir holen diese abgespaltenen Anteile, Daten hervor, wenn die Zeit reif ist. Das Unterbewusste bekommt sozusagen eine Bühne, auf der die verdrängten Erlebnisse sichtbar werden.

Es gibt bestimmte Grundsätze in der Reinkarnationstherapie, welche das sind, verrate ich Ihnen in der nächsten Lichtboten-Ausgabe.

Herzlichst,
Ihre Marion Appel

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#2 26-04-2011 16:08

Marion
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Re: Die wundersame Welt der Reinkarnation

hier Teil 2 des Artikel (booooaah heut bin ich aber fleißig 025c-love)

Es gibt bestimmte Grundsätze in der Reinkarnationstherapie, zum Beispiel das Gesetz der Polarität, was man in einem Leben zu viel gemacht hat, wird man in einem anderen Leben zu wenig machen und umgekehrt, was ich früher zu wenig gemacht habe, mache ich in einem späteren Leben zu viel. 

Ein Beispiel: Angenommen jemand ist sehr ehrgeizig in seinem Leben, fast krankhaft bestrebt nach vorne zu kommen, eine steile Karriere zu machen, etwas Großartiges zu erreichen, vielleicht auch mit Ellbogentaktik, weil eben genau dieser Mensch in einem früheren Leben keine Chance hatte, weiter zu kommen.

Vielleicht war er von jemanden abhängig, vielleicht hat er niedere Arbeiten verrichten müssen, vielleicht sogar verhaftet in einem Sklavendasein. Eventuell war das politische System so aussichtslos, dass er sich in keinster Weise weiterentwickeln oder sich gar verwirklichen konnte. Somit bringt die Seele einen unglaublichen Nachholbedarf und ein großes Bedürfnis mit, jetzt in diesem Leben nach oben zu kommen, etwas zu erreichen.

Umgekehrt hat ein Mensch in einem früheren Leben eine große, steile Karriere gemacht, ist nach oben gekommen, hat viel erreicht, ein Land regiert, etwas geschaffen und in genau dem Moment, wo er die Früchte seiner Arbeit ernten sollte, vielleicht gekrönt werden oder den Hof übertragen bekommen sollte, ein Länderbündnis eingehen, um den Frieden zu wahren – just in diesem Augenblick hat ihm vielleicht ein Rivale einen Strich durch die Rechnung gemacht, ihn denunziert, gegen ihn integriert, ihm alles weggenommen, ihn verjagt, verleumdet oder ihm sonst irgendwie den Garaus gemacht.

Dann kann es sein, dass genau dieser Mensch einen ganz anderen Lebensstil wählt - „ich möchte mich nicht mehr auf eine Karriere konzentrieren, das ist es mir nicht wert, ich möchte lieber glücklich und zufrieden sein, ich möchte lieber abgeschieden, mit mir im Frieden und in der Stille sein.“

Daher stellt sich immer die Frage, woher ein Mensch kommt. Welche Reise hat die Seele hinter sich, in welcher Form hat sie sich ausgedrückt, was hat sie im Laufe ihrer Inkarnationen erfahren und wie ist es ihr dabei ergangen?

Ein Mensch, der heute etwas faul oder bequem sein mag, kann vielleicht im früheren Leben mal zu viel getan haben, vielleicht ist er an Erschöpfung gestorben oder er wurde gemeuchelt, das wiederum bedeutet dass das Unterbewusstsein viel Arbeit oder Stress mit einer schlechten Erfahrung und sogar Tod verbindet und dadurch ist es verständlich, dass er heute gar nicht so ein ehrgeiziger Mensch ist. Somit erklärt sich unser Streben, unser Wollen, unsere Ziele, unsere Bedürfnisse sehr gut aus früheren Leben.

Ein anderer Grundsatz aus der Reinkarnationstherapie lautet: Wenn man Talente, Fähigkeiten oder Potentiale nicht nützt oder gar missbraucht, werden sie einem genommen. Vielleicht hat man Chancen ausgeschlagen oder sich nicht bemüht im Leben, obwohl es sehr leicht möglich war, weil alle Voraussetzungen da waren, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass man sich eine Weile sehr stark um weitere Chancen bemühen muss.

Das Leben sagt, was du nicht benutzt, brauchst du anscheinend nicht und wir nehmen es dir für eine Zeit lang weg, das können zum Beispiel künstlerische Talente sein, ein Mensch, der in einem früheren Leben künstlerische Talente verschwendet hat, sich vielleicht dem Alkohol hingegeben hat, sich hat gehen lassen, mag in einem späteren Leben darunter leiden, dass er diese künstlerischen Talente nicht zur Verfügung hat. Er spürt diese Potentiale in ihm angelegt, er möchte so gerne malen, er möchte so gerne Klavier spielen oder Geschichten schreiben, aber irgendwie ist ihm jede künstlerische Tätigkeit in der Ausführung und Realisation verwehrt. Der Wille kann sich nicht manifestieren, verwirklichen oder in die Tat umgesetzt werden. 

Oder jemand war außerordentlich begabt in der Kunst der Astrologie und hat dann dieses Wissen missbraucht, um anderen Menschen zu schaden, andere ins Unglück zu stürzen oder um sich zu bereichern, so steht dem Menschen dieses Wissen heute nicht mehr zur Verfügung, obwohl ihn die Wissenschaft der Astrologie fasziniert, er viele Bücher darüber liest, aber er kann das Wissen nicht mehr abrufen, zurück bleibt dieses latente Gefühl „Ja, aber ich würde es  doch so gerne verstehen...“.
Deshalb gilt - all die Dinge, um die wir heute stark kämpfen müssen, die uns schwer fallen, haben wir oft im Früher sehr leichtfertig abgegeben, verschwendet oder missbraucht.

Ein weiteres Reinkarnationsgesetz ist das Gesetz der Einheit. Alle Menschen kommen aus dem Urzustand, deshalb sind alle Seelen gleichwertig. Sie sind nicht gleich in ihrem Ausdruck, sie haben einen unterschiedlichen Charakter, unterschiedliche Bestrebungen, unterschiedliche Bedürfnisse - aber wir sind alle Seelen aus einer Urheimat.

Wir sind zeitlos, seit Anbeginn der Zeit existent, wir alle haben eine Aufgabe, wir bewegen uns in der Welt der Materie, weil wir wissen wollten, wie es sich anfühlt, von einem reinen Sein ins Tun zu gelangen, wie es ist, als Mensch zu leben, außerordentliche Erfahrungen zu machen und sich dennoch seiner göttlichen Herkunft bewusst zu sein.

Um diese Einzelerfahrungen aber erleben zu können, muss sich die Seele als Ganzes verleugnen. Mit der Individualisierung der Seele und dem Erleben der Polaritäten begann die Ab- und Begrenzung, die Trennung, das Gefühl des Mangels, der Einsamkeit, Angst vor Verlust und die immerwährende Sehnsucht nach Zuhause, nach der Heimat, die die Seele verlassen hat. Und eine Seele kann sich als weniger ERLEBEN, aber sie kann niemals weniger SEIN, als das was in ihrem Urzustand verankert ist.

Das Gesetz der Einheit sagt, alles, was ich einem anderen Menschen oder anderem Wesen antue, wird auch mir angetan oder mir zugemutet. Wir Menschen sind alle Brüder und Schwester, alle Wesen haben das gleiche Recht zu existieren. Würden die Menschen an Reinkarnation glauben, würde es ganz anders um unsere Welt bestellt sein.

Der Gedanke an die Reinkarnation macht die Menschen achtsamer und sorgfältiger. Die Menschen würden wissen, dass es nicht getan ist mit kurzfristigen und kurzsichtigen Lösung, man möchte ethische, nachhaltige und langfristige Lösungen finden, denn wir leben mit diesen Lösungen - mehrere Leben lang.

Es ist sicherlich eine gute Einstellung im Leben zu sagen, ich möchte allen Lebewesen mit Achtung und Respekt begegnen, da macht man sicher nichts falsch damit.

In der Reinkarnation haben wir es ja mit unbewussten Denkansätzen und Abspeichern zu tun und obwohl wir Menschen die Summe unserer Vergangenheit sind, erinnern wir uns sehr selten von selbst an frühere Leben.

Wir kennen ja alle den berühmten Ausspruch des Dejà-vú. Das, was man schon irgend wann mal gesehen hat, kommt einem bekannt vor. Man sieht einen Ort und fühlt sich dort wie zuhause, man kennt sich dort aus. Oder man trifft jemanden und hat das Gefühl, als würde man diesen Menschen seit Ewigkeiten kennen, alles wirkt so vertraut und das ist oft wahr.

Alles, was uns vertraut und bekannt vorkommt, haben wir oft im früheren Leben schon gekannt. Ein Mensch kann das erste Mal in einer fremden Stadt sein und genau wissen, dass dort drüben jetzt ein Marktplatz kommt, oder er geht in ein Gebäude, eine Kirche oder so und weiß ganz genau, wie es dort aussieht.

Und noch eins – das frühere Leben ist immer stärker als das Jetzt. Wenn jemand früher ein toller, ganz besonders charismatischer, liebenswürdiger, fürsorglicher Mensch war, heute aber ein Holodri, so sehe ich Dinge in diesem Menschen, die heute gar nicht mehr da sind und oft gibt es ja diese Beziehungen, die sich mich logischen Argumenten nicht erklären lassen, aber ein Partner sieht diese Attribute und Charaktereigenschaften von früher und erkennt nicht, wie diese Person im heutigen Leben, im Jetzt ist.

Der Mensch erinnert sich an viele Dinge, weiß nur nicht, dass das frühere Leben sind, wir vergleichen unbewusst unser jetziges Leben mit unseren früheren Leben. Wie sich das zeigt und welche anderen karmischen Indikatoren es noch gibt, erfahren Sie in der nächsten Lichtboten-Ausgabe.

Beitrag geändert von Marion (28-05-2011 16:22)

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#3 28-05-2011 14:28

Marion
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Re: Die wundersame Welt der Reinkarnation

Da bin ich wieder mit Teil III - soeben im Lichtboten veröffentlicht,
viel Vergnügen und liebe Grüsse aus dem heute super regnerischen Wien,
Marion

Der Mensch erinnert sich an viele Dinge, weiß nur nicht, dass das frühere Leben sind, wir vergleichen unbewusst unser jetziges Leben mit unseren früheren Leben. Wenn ich früher vielleicht mal eine Gutsherrin war oder noch besser adeliger Herkunft und alle Menschen haben mich immer bedient, waren mir untergeordnet und ich konnte schalten und walten, wie ich wollte - wundere ich mich heute, warum man nicht so bedient und huldigt, warum man meinen Anweisungen nicht so folgt, mich nicht als die erkennt, die ich wirklich bin. Gefühlstechnisch ist das ein Skandal – da man diese Ansprüche und Vorstellungen aus dem früheren Leben in das heutige Leben mit herein trägt und meist ist das sehr kontraproduktiv.

Oder ich habe früher mal als Magd gearbeitet und musste ständig für andere schuften, schwere Arbeit verrichten und wenn ich dann heute mal aufräumen und für andere wegräumen sollte, dann kann es leicht passieren, dass ich zu meiner Familie sage, ja glaubt ihr denn, ich bin eure Dienstmagd hier, räumt euer Zeug doch selber weg, während ich mich innerlich ausgenutzt und wertlos fühle.

Der Sprachschatz, den wir gebrauchen ist oft direkt aus einem früheren Leben entlehnt. Wenn die Worte, die wir gebrauchen, veraltet klingen und sich so heute keiner mehr ausdrücken würde, dann kommen sie direkt aus dem Unterbewusstsein. Wir kennen auch die Flashbacks. Manche Leute haben so ein Gefühl, es reißt wie ein Vorhang auf , sie erinnern sich plötzlich, da kommen Gedankenblitze verbunden mit einer inneren Gewissheit und das hat eine ganz eigene Qualität.

Woran erkennt man nun frühere Leben?

Wir erkennen es zunächst mal an unserer Familie, unseren Interessen, an unseren Neigungen und Gewohnheiten, unseren Vorlieben und Begabungen, unsere Wortwahl und Sprache. Alles, was uns stark anzieht, wo wir uns wie durch ein unsichtbares Band hingezogen fühlen, lässt eine karmische Verbindung vermuten. Das können Länder sein, Kulturen, Sprachen, wir sammeln vielleicht bestimmte Gegenständen, haben viele Bücher über ein gewisses Thema gelesen, wir tragen gerne eine bestimmt Art von Schmuck oder Kleidung.

Alle Gegenstände, Kulturen, Länder, Interessengebiete, die uns faszinieren - sind ein Hinweis, wo wir früher schon mal gelebt haben. Die heutigen Interessen sind karmische Resonanzfelder. Alles, womit ein Mensch sich gerne umgibt, erinnert ihn an ein früheres Leben.

Es kann gut sein, wenn man früher mal bei den Arborigines gelebt habt, dass man heute passionierter Australien-Fan ist und Didgeridoos liebt, sie regelmäßig spielt und vom jährlichen Australien Urlaub bringt man jedes Mal noch eines mit nach Hause. Oder hat man früher vielleicht im alten Rom gelebt, mag man Paläste, Theater, Spiele, aber wenn man vor dem Kolosseum steht, kriegt man plötzlich Angstzustände, der Körper fängt zu zittern an und man will nur noch weg von da. Wir erinnern uns sowohl an positive und negative frühere Leben, aber all das, was uns extrem begeistert, ist ein Zeichen, das wir das von früher irgendwo her kennen.

Wir kennen auch unsere Herausforderungen aus früheren Leben und das wesentlichste Thema bei den Problemstellungen ist die Wiederholung. Alles, was sich im Leben wiederholt, ist ein mitgebrachtes Thema und präsentiert eine Lernaufgabe.

Oft wiederholt sich ein bestimmter Persönlichkeitstyp, den man immer wieder begegnet. Man hat vielleicht eine sehr resolute Mutter gehabt und immer wieder trifft man auf sehr resolute Personen. Oder man hat ständig Vorgesetzte, die einen bevormunden, dann kommt noch einen Partner dazu, der uns bevormunden möchte und irgendwie gibt es immer und überall Menschen, die einen bevormunden möchten.

Menschen, die einen wiederholt begegnen sind Menschentypen, denen wir auch in einem früheren Leben begegnet sind. Vielleicht erinnert derjenige an eine Charaktereigenschaft, die man als Potential angelegt hat, aber nicht lebt oder an Verhaltensweisen, die man ablehnt, weil sie blinde Flecken in der eigenen Persönlichkeit darstellen. Wir können einen inneren Schatz bergen, wenn wir hinsehen und bei uns bleiben.

In der menschlichen Entwicklung sind wir wie kleine Zauberlehrlinge, wir kommen Schritt für Schritt weiter, um zu reifen. Manchmal dauert es einfach etwas länger, bis man einen Aspekt durch hat und Wiederholungsthemen bieten uns viele wunderbare Gelegenheiten. Wenn ich beispielsweise Geduld zu lernen habe, ist es bestimmt nicht das erste Mal, dass ich genau diese Eigenschaft in mir entwickeln möchte. Ich muss wahrscheinlich ziemlich oft die Geduld verlieren, bis ich lerne, die Geduld in mir zu entfalten oder mein Temperament zu zügeln.

Jeder Mensch hat bestimmte Ängste, Befürchtungen und Blockaden im Leben, manchmal sind sie einem bewusst, manchmal sind sie einem nicht bewusst. Viele Menschen haben Angst vor Wasser, vorm Fliegen, Höhenangst, Existenzangst, Verlustängste und vieles mehr.

Die einzige Angst jedoch, die wir haben, ist die Wiederholungsangst. Das, was der Mensch befürchtet, kennt er bereits und fürchtet, dass sich das wiederholt. So wie man früher das Leben erlebt hat, das was früher ungut geendet hat, zeigt sich heute als Angst. Es sind schon viele Menschen aus der Höhe, in den Bergen abgestürzt, ertrunken oder haben ihr Hab und Gut, ihre Familien verloren und aus diesem Grund haben viele Menschen im heutigen Leben diese Ängste.

Ein Mensch, der Angst hat, ist sehr kreativ - er hat viele Phantasien zu diesen Themengebieten. Und es ist auch ein Reinkarnations-Gesetz, dass Phantasie die Summe der früheren Leben ist. In einer Phantasie bedient sich das Unterbewusstsein unserer Erinnerungen und kramt in früheren Geschichten herum, bis es das passende findet. Auch das, was wir uns ausdenken, hat oft eine frühere Bedeutung.

Menschen, die etwas erforscht, entdeckt, entwickelt haben, erinnern sich oft an frühere Leben. Ein Heinrich Schliemann, der damals Troja entdeckt hat, hat sicherlich früher in Troja gelebt und sich da unbewusst erinnert. Oder Forscher, die die Hieroglyphen entdeckten und übersetzen können, haben früher sicherlich in Hieroglyphen geschrieben. Alles, was einen so fasziniert, dass man seinen Beruf, seine Energie, sein Interesse hineinsteckt, ist ein Thema, das wir bereits mitbringen. Unsere Interessen liegen dort, wo wir karmische „Vorerfahrungen“ haben, dort möchten wir weiterkommen und neue Erfahrungen damit sammeln.

Wir haben manchmal im Beruf ganz typische Problemstellungen wie z.B. Stress, den ja jeder irgendwo her kennt. Heutiger Stress erinnert die Menschen an frühere Enge, an Not, an Katastrophe, an Krieg, an Leibeigenschaft, an Überlebenskämpfe. Dort, wo wir früher ums Überleben kämpfen mussten, haben wir heute ganz schnell Stress. Es kann sein, jemand schreit mich an und schon bin ich im Stress. Oder jemand gibt mir zwei, drei Dinge gleichzeitig zu tun und schon bin ich im Mega-Stress. Jeder Mensch hat ein ganz unterschiedliches Stress-Potential und dort, wo der Mensch etwas als Stress bezeichnet, ist früher oft eine Bedrohung seines Lebens gewesen.

Wir kennen die Autoritätskonflikte, das ist auch ein ganz typisches Thema im Beruf, Autoritäten, Systeme, Hierarchien, Politik, unterdrückerische Vorgesetzte. Abhängigkeiten sind der Grund dafür, dass wir heute Autoritätsthemen haben, man musste sein Leben gemäß irgendwelcher Vorgaben leben und konnte sich überhaupt nicht selbst entfalten. Es ist ja nicht so lange her, dass man die Menschen in allen Bereichen bevormundet und unterdrückt hat. Und heute ist es nicht viel anders, es ist nur sehr viel subtiler geworden. Somit kennt jeder Mensch Unterdrückung oder ungesunde Machtverhältnisse aus früheren Leben und kann sehr empfindlich reagieren.

Gesundheitliche Themen kennen wir auch mit der Reinkarnation. Man fühlt dort sich fit, wo man in frühere Fußstapfen tritt. Was es darüber noch spannendes zu berichten gibt, erzähle ich Ihnen in der nächsten Lichboten-Ausgabe.

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#4 06-07-2011 16:44

Marion
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Re: Die wundersame Welt der Reinkarnation

und hier der 4. und letzte Teil des Artikels, soeben im Lichtboten veröffentlicht

DIE WUNDERSAME WELT DER REINKARNATION - Teil 4

Krankheiten als Spiegel früherer Leben


Gesundheitliche Themen kennen wir auch mit der Reinkarnation. Man fühlt dort sich fit, wo man in frühere Fußstapfen tritt. Wenn man früher als Cowboy durch das Land geritten ist, kann es sein, dass man auch heute gerne reitet und sich dabei besonders vital fühlt, wenn man ausreiten kann. War ich früher vielleicht mal in den Bergen zuhause, kann es sein, wenn ich heute Bergwanderungen mache, bin ich in meinem Element, da fühle ich mich topfit und super wohl.

Das gilt natürlich auch umgekehrt - dort wo ich früher erkrankt bin, kann es sein, dass ich heute auch erkranke. Möglicherweise bin ich dauernd krank, seit ich diesen neuen Job habe,  wo ich mich unter Druck fühle. Ich habe immer Grippe, Halskratzen, Kopfschmerzen – der Körper reagiert mit den Symptomen, die er aus den früheren Leben kannte und die einem ganz schön zugesetzt haben.
         

Wir „Reinkarnationler“ sagen oft, dass die Krankheit der Mini-Tod ist. Die Situation, in der man früher gestorben ist, wird heute zur Krankheit. Das heißt, wenn man heute an Asthma leidet, ist man in einem früheren Leben vielleicht mal an einer Rauchvergiftung gestorben. Hat man heute Herzrhythmusstörungen, kann es sein, man ist im Früher auf der Flucht an einem Herzinfarkt gestorben. Also das, was heute den Körper belastet, ist oft ein früherer Tod.

Bei den Emotionen und den Gefühlen haben wir einen ganz ähnlichen Vergleich. Wir sagen, dass was sich in mir als Gefühl abspielt, ist wie ein Film aus einem früheren Leben. Man kann sich nur verlassen fühlen, wenn man irgendwann mal verlassen wurde. Man kann sich nur hintergangen oder verraten fühlen, wenn man irgendwann mal hintergangen und verraten wurde.

Deshalb sind frühere Leben sehr leicht ablesbar, wenn man die Gefühle beschreiben lässt. Die Gefühle kommen nicht aus dem Hier und Jetzt. Wären wir im Hier und Jetzt, hätten wir überhaupt keine Probleme, denn die gibt es im Hier und Jetzt nicht.  Alles, was von der Vergangenheit nicht bearbeitet wurde, macht uns auch im Hier und Jetzt Probleme, deshalb ist es sehr ratsam, wenn wir mit bestimmten Fragen und Lebensthemen beschäftigt sind, auch mal in die Vergangenheit zu schauen, was von dort vielleicht noch herüber wirkt, was es zu erlernen gilt und wo wir uns selbst besser erkennen können.

Bei körperlichen Symptomen ist es immer gut, zu beobachten, wann sie das erste Mal auftreten. Kein Symptom kommt ohne einen Auslöser. Irgendetwas ist kurz vorher geschehen. Vielleicht habe ich mich  gedanklich in etwas hinein geritten, mich selbst herunter gemacht, mich verurteilt. Oder ich bekomme einen asthmatischen Anfall, weil ich mich nicht zur Wehr setzen konnte. Daher ist es sehr wichtig zu beobachten, was der Auslöser ist, dann dahinter versteckt sich das Problem, was es zu überwinden gilt.  Krankheiten, Ängste und Blockaden sind bereits „Problemlöser“ – sie helfen uns zu erkennen, was dahinter liegt. Wir lernen ja an einem Symptom etwas: ein Symptom ist wie eine Erziehungsmaßnahme und zeigt dem Menschen, dass er von seinem Weg abgewichen ist.

Wir kennen ja die Theorie, dass Krankheit Charaktersache ist und dass jede psychosomatische Störung ein psychisches Thema spiegelt. Wenn ein Mensch krank wird, dann spiegelt das Symptom seine psychische Störung. Ein Mensch, der Kommunikationsstörungen hat, kann Halsschmerzen bekommen, ein Mensch, der seine Schwächen nicht sehen will oder bei einer Situation nicht genau hinsehen will, kann eine Augenentzündung bekommen, ein Mensch, der Dinge von Vorgesetzten herunter schluckt und sich nicht traut, für sich einzustehen, keinen Mut hat, sich zu wehren, kann Magenschmerzen bekommen.

Wenn wir wirklich ganz zufrieden und ausbalanciert sind, werden wir selten krank. Ein Mensch, der krank wird, weiß, dass es da etwas gibt, das ihn stört, dass man unzufrieden ist, nicht in Harmonie mit sich und der Welt ist und daran kann man arbeiten. Was will mir das Symptom sagen - die Kurzproblemlösung ist, wie soll mein Leben aussehen, das ich zufrieden bin und wie komme ich da hin?

Zum Schluss noch ein paar Gedanken zu Geburt und Tod. Anfang und Ende, Ende und Anfang haben eine innewohnende zusammenhängende Thematik. Das heißt, so wie der Anfang ist, wird auch das Ende sein und so wie das Ende ist, wird der nächste Anfang sein. So wie jemand geboren ist, so lebt er auch und wenn er sich nicht grundlegend ändert, dann stirbt er oft genau so, wie er geboren wurde. Ein Beispiel: Lässt ein Kind bei der Geburt sehr lange auf sich warten und  vermeidet es, auf die Welt zu kommen, so wird es auch oft im Leben Vermeidungsstrategien haben. Dieser Mensch drückt sich vielleicht vor dem Leben, ist kaum konfrontationsfähig und spielt Vogel-Strauss. Es könnte sein, dass er Angst davor hat, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen, hat vielleicht Symptome, möchte aber aus Angst vor der Wahrheit nicht zum Arzt gehen und stirbt im Grunde dann eventuell genau an der gleichen Thematik.
So wie ein Mensch gestorben ist, wird sich das auch in der nächsten Geburt zeigen. Ein Mensch, um den sich niemand gekümmert hat und der früher in Einsamkeit verstorben ist, kann heute sehr wohl ganz allein auf die Welt kommen. Es gibt ja so Blitzgeburten - da ist plötzlich kein Arzt, keine Hebamme da, alle waren sie weg, als es los geht und die Mütter bringen ihr Kind ganz alleine auf die Welt.
Die Geburt ist die Visitenkarte und das erste Erfolgserlebnis eines Menschen. In der Geburt wird der Mensch das erste Mal aus eigenem Antrieb aktiv. Sie zeigt den Willen, die Energie und Zielstrebigkeit des Menschen an.

Der Tod steht für das Ende einer Entwicklungsphase. Der Mensch stirbt so, wie er sein Leben verbracht hat. Somit ist der Tod ein Abbild des Lebens und direkt verbunden mit einer charakterlichen Neigung. Hat jemand im Leben z.B. viele Beziehungen abgebrochen, viele Trennungen erlebt, mit vielen Menschen Streit gehabt und sich nicht versöhnen wollen, dann kann es sein, in den letzten Jahren seines Lebens hat man keine Freunde mehr oder man ist so isoliert – auch durch seine Wahrnehmungen, man hört nichts mehr, man sieht nichts mehr, kann sich nicht mehr bewegen und ist im Grunde absolut allein. Ein Mensch, der verdrängt und viele Dinge von sich weggeschoben hat, kann im Alter senil werden. Man erinnert sich nicht mehr an die Vergangenheit oder man wiederholt immer wieder die gleiche Geschichte, das ist ein Zeichen dafür, dass man das Leben nicht bewusst gelebt hat, sondern viele Ereignisse zur Seite geschoben hat. Im Alter kommen die nicht gelösten Themen besonders deutlich hervor.
In der Lebensbilanz, die nach dem Tod erfolgt, führen uns Aspekte unseres Überbewusstseins Versäumnisse vor Augen, Dinge, die ungelöst blieben und Potentiale, die wir nicht gelebt haben. Am stärksten betroffen sind dabei jene Bereiche, die zu leben ein Leichtes gewesen wäre, aber aus Unachtsamkeit, aus Bequemlichkeit oder Lieblosigkeit unerfüllt blieben.
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand in der Rückführung in einer Lebensbilanz bedauert hätte, nicht noch reicher, schöner oder erfolgreicher gewesen zu sein. Nein, was schmerzt, ist die Erkenntnis, was man hatte, nicht genügend geschätzt zu haben. Man bereut, dass man die Chancen, die sich einem stellten, nicht ergriffen hat, viele schöne Momente nicht genossen hat, dass man Talente brachliegen hat lassen und letzten Endes vor allem der eigenen Lebensaufgabe nicht gerecht wurde.

Die Erde ist zwar ein Planet des freien Willens, aber jedes Lebewesen trägt auch die Konsequenzen seines Handels. Damit kommen wir auch gleich zur Begriffsentschärfung des Wortes „Karma“, das ist oft so negativ besetzt. Viele Menschen denken an das Aug-um-Aug, Zahn-um-Zahn Prinzip aus dem Alten Testament oder an solch Begriffe wie Schuld und Sühne. Das Wort „Karma“ stammt jedoch aus dem Sanskrit und heißt lediglich Tat oder Handlung. Karma beinhaltet aber auch alles, was man duldet, was man sich zumutet, in Kauf nimmt, was man zulässt und erlaubt. Es ist immer die Absicht, die hinter der Handlung zählt, nach dem Motto: „Lieber aus Güte gesündigt, als aus Eigennutz Gutes getan!“

Die Reinkarnationsarbeit hat unterschiedlichste Therapieziele, nicht jeder Mensch hat den gleichen Wunsch, wenn er zu einem Gespräch kommt. Es hängt von der Voraussetzung des Klienten ab. Das kann so etwas sein, wie ein Symptom beheben oder lindern – das geht jedoch immer Hand in Hand mit einer Veränderung: man muss sein Verhalten ändern. Ein weiteres Ziel kann sein, mit einem bestimmten Menschen, mit dem man ständig Schwierigkeiten hatte, besser auszukommen, sich zu versöhnen oder eine harmonischere Verbindung zu haben. Denn oftmals ist zwischen zwei Menschen, die einen Konflikt haben, ein früheres Leben der wahre Streitpunkt und das löst sich einfach nicht im Heute, weil es nicht erfasst werden kann.
Weitere Therapieziele können sein, in Harmonie zu kommen, weil man unausgeglichen ist, sich selbst besser kennen zu lernen, seinen Selbstwert zu erhöhen, seiner inneren Stimme folgen (das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt). Es kommt sehr darauf an, was der Klient sucht. Es gibt Menschen, die möchten nur gerne wissen, was sie früher waren, um sich selbst zu entdecken, eine Reise in die Vergangenheit unternehmen, um zu sehen, was man schon alles erlebt hat. Viele haben auch einen Wissensdrang in sich, der dadurch gestillt werden kann.

Wie schon gesagt, es gibt 1002 Gründe, warum jemand zur Therapie kommt. Und so ganz nebenbei geschieht noch etwas wunderbares: Man entwickelt durch diese Arbeit eine Art Urvertrauen, dass das Leben einen immer da hin bringt, wo man sein soll oder dass genau das „Richtige“ zur Verfügung steht, was man zur Weiterentwickelung benötigt.

Ich hoffe, damit konnte ich ein wenig Licht in die wundersame Welt der Reinkarnation bringen. Wie sagte schon Shakespeare: „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab.“

Also lassen sie uns spielen! All meine guten Wünsche begleiten Sie, 

Herzlichst Ihre Marion Appel

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