#31 25-01-2012 01:03

headcrash
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Re: sonship - radio

ARBEITSBUCH von ein Kurs in Wundern - ERSTER TEIL
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Lektion 25 Audio (wma)

Lektion 25

Ich weiß nicht, wozu irgend etwas dient.

1 Sinn und Zweck ist Bedeutung. Mit dem heutigen Leitgedanken wird erklärt, warum nichts, was Du siehst, etwas bedeutet. Du weißt nicht, wozu es dient. Deshalb ist es für Dich bedeutungslos. Alles ist zu Deinem Besten. Das ist es, wozu es dient; das ist sein Sinn und Zweck; und das ist es, was es bedeutet. Indem Du das erfasst, werden Deine Ziele geeint. Indem Du das erkennst, wird dem, was Du siehst, Bedeutung gegeben.

2 Du nimmst die Welt und alles in ihr aus dem Blickwinkel von Egozielen als bedeutungsvoll wahr. Diese Ziele haben nichts mit Deinem Besten zu tun, weil das Ego nicht Du ist. Aufgrund dieser falschen Identifikation bist Du unfähig, zu verstehen, wozu irgend etwas dient. Daher wirst Du es zwangsläufig missbrauchen. Wenn Du dies glaubst, wirst Du versuchen, die Ziele, die Du der Welt zugeschrieben hast, zurückzunehmen, statt zu versuchen, sie zu verstärken.

3 Man könnte die Ziele, die Du jetzt wahrnimmst, auch so beschreiben, dass man sagt, sie drehen sich alle um „persönliche“ Interessen. Da Du keine persönlichen Interessen hast, drehen sich Deine Ziele tatsächlich um nichts. Wenn Du an ihnen festhältst, hast Du folglich überhaupt keine Ziele. Und darum weißt Du nicht, wozu irgend etwas dient.

4 Bevor die heutigen Übungen irgendeinen Sinn für Dich ergeben können, bedarf es noch eines weiteren Gedankens. Auf den oberflächlichsten Ebenen erfasst Du durchaus Sinn und Zweck. Doch Sinn und Zweck kann auf diesen Ebenen nicht verstanden werden. Zum Beispiel verstehst Du, dass ein Telefon dem Zweck dient, mit jemandem zu sprechen, der physisch nicht in Deiner unmittelbaren Nähe ist. Was Du nicht verstehst, ist, weshalb Du mit ihm in Verbindung treten willst. Und genau das ist es, was deinen Kontakt mit ihm bedeutungsvoll macht oder nicht.

5 Für Dein Lernen ist entscheidend, dass Du gewillt bist, die Ziele aufzugeben, die Du für alles aufgestellt hast. Die Einsicht, dass sie bedeutungslos sind statt „gut“ oder „schlecht“, ist der einzige Weg, das zu erreichen. Der heutige Leitgedanke ist ein Schritt in diese Richtung.

6 Sechs Übungszeiten, jede von zweiminütiger Dauer, sind erforderlich. Jede Übungszeit sollte mit der langsamen Wiederholung des heutigen Gedankens beginnen, worauf Du Dich umsehen und deinen Blick auf allem ruhen lassen solltest, was Dir gerade ins Auge fällt, sei es nah oder fern, „wichtig“ oder „unwichtig“, „menschlich“ oder „nicht menschlich“. Sage beispielsweise, während Deine Augen auf dem Gegenstand ruhen, den Du so auswählst:

7 Ich weiß nicht, wozu dieser Stuhl da ist.
Ich weiß nicht, wozu dieser Bleistift da ist.
Ich weiß nicht, wozu diese Hand da ist.

8 Sage dies ganz langsam, ohne Deine Augen vom Gegenstand abzuwenden, bis Du die Aussage über ihn abgeschlossen hast. Gehe dann zum nächsten Gegenstand über, und wende den heutigen Gedanken an wie zuvor.

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#32 27-01-2012 17:20

ishmana
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Re: sonship - radio

lieber headcrash,
leider weiß ich nicht, wie ich mir die 2 neuen folgen anhören kann, da du sie nicht mehr
gepostet hast?
auf der sonship - seite finde ich nix.

lg ishmana

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#33 27-01-2012 20:16

headcrash
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Re: sonship - radio

Sorry war im Spital - Ab morgen gehts wieder weiter ...

Liebe Grüße

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#34 27-01-2012 20:31

ishmana
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Re: sonship - radio

ohh - hoffentlich geht es dir gut??
danke für deine antwort.
kann man die letzten beiden tage nicht mehr anhören?

alles gute für dich
lg ishmana

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#35 28-01-2012 00:43

headcrash
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Re: sonship - radio

hallo ishmana,

danke es geht so.

also hier die fortsetzung ...

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#36 28-01-2012 00:50

headcrash
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Re: sonship - radio

ARBEITSBUCH von ein Kurs in Wundern - ERSTER TEIL
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Lektion 26 (Audio wma)

Lektion 26

Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an.

1 Es ist sicher offensichtlich, dass Du, wenn Du angegriffen werden kannst, nicht unverletzlich bist. Du siehst Angriff als eine wirkliche Bedrohung an. Das ist so, weil Du glaubst, dass Du wirklich angreifen kannst. Und was durch Dich Wirkungen hat, muss auch auf Dich Wirkungen haben. Es ist dieses Gesetz, das Dich letztlich erlösen wird, aber jetzt missbrauchst Du es. Du musst deshalb lernen, wie es zu Deinem Besten genutzt werden kann statt dagegen.

2  Weil Deine Angriffsgedanken projiziert werden, hast Du Angst vor Angriff. Und wenn Du Angst vor Angriff hast, musst Du glauben, dass Du nicht unverletzlich bist. Angriffsgedanken machen Dich deshalb in Deinem eigenen Geist verletzlich, dort, wo die Angriffsgedanken sind. Angriffsgedanken und Unverletzlichkeit können nicht gemeinsam akzeptiert werden. Sie widersprechen einander.

3 Der heutige Leitgedanke führt die Idee ein, dass Du immer zuerst Dich selbst angreifst. Wenn Angriffsgedanken notgedrungen die Überzeugung nach sich ziehen, dass Du verletzlich bist, besteht ihre Wirkung darin, Dich in deinen eigenen Augen zu schwächen. Somit greifen sie Deine eigene Wahrnehmung Deiner selbst an. Und weil Du an sie glaubst, kannst Du nicht mehr an Dich selbst glauben. Ein falsches Bild von Dir ist gekommen, um den Platz dessen einzunehmen, was Du bist.

4 Den heutigen Leitgedanken zu üben wird Dir verstehen helfen, dass Verletzlichkeit und Unverletzlichkeit die Folge Deiner eigenen Gedanken sind. Nichts außer deinen Gedanken kann Dich angreifen. Nichts außer deinen Gedanken kann Dich glauben machen, dass Du verletzlich bist. Und nichts außer deinen Gedanken kann Dir beweisen, dass dem nicht so ist.

5 Sechs Übungszeiten sind für die Anwendung des heutigen Gedankens erforderlich. Volle zwei Minuten sollten jeweils angestrebt werden, obwohl die Dauer auf eine Minute verkürzt werden kann, wenn das Unbehagen zu groß ist. Verkürze sie nicht weiter.

6 Die Übungszeit sollte mit der Wiederholung des heutigen Leitgedankens beginnen; schließe dann Deine Augen, und schaue Dir die ungelösten Fragen an, deren Ausgang Dir Sorge bereitet. Die Sorge kann die Form von Depression, Besorgnis, Ärger, Gefühlen der Belastung, Angst, böser Vorahnung oder Befangenheit annehmen. Jedes noch ungelöste Problem, das den Tag über immer wieder in Deinen Gedanken aufzutauchen neigt, eignet sich als Gegenstand. Du wirst nicht imstande sein, sehr viele davon für jede einzelne Übungsperiode heranzuziehen, weil jedem mehr Zeit als sonst gewidmet werden sollte. Der heutige Gedanke sollte wie folgt angewendet werden:

7 Nenne zuerst die Situation:

8 Ich mache mir Sorgen über ______ .

9 Zähle dann jeden möglichen Ausgang auf, der Dir in diesem Zusammenhang in den Sinn gekommen ist und Sorge bereitet hat, indem Du Dich konkret auf jeden einzelnen beziehst und sagst:

10Ich habe Angst, dass ______ geschieht.

11 Wenn Du die Übungen richtig durchführst, solltest Du ungefähr fünf oder sechs beunruhigende Möglichkeiten, höchstwahrscheinlich mehr, für jede Situation verfügbar haben, die Du heranziehst. Es ist viel hilfreicher, ein paar Situationen gründlich zu behandeln, als eine größere Anzahl nur anzureißen.

12 Während die Liste der erwarteten Ergebnisse für jede Situation länger wird, wirst Du wahrscheinlich einige davon - besonders solche, die Dir gegen Ende einfallen - als weniger annehmbar empfinden. Versuche jedoch, so gut Du kannst, sie alle gleich zu behandeln.

13 Nachdem Du jedes Ergebnis genannt hast, das Dir Angst macht, sage Dir:

14 Dieser Gedanke ist ein Angriff auf mich selbst.

15 Beschließe jede Übungsperiode, indem Du den heutigen Gedanken noch einmal wiederholst.

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#37 28-01-2012 00:57

headcrash
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Re: sonship - radio

ARBEITSBUCH von ein Kurs in Wundern - ERSTER TEIL
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Lektion 27 (Audio wma)

Lektion 27

Vor allem will ich sehen.

1 Der heutige Leitgedanke drückt einiges mehr als bloße Entschlossenheit aus. Er gibt der Schau innerhalb Deiner Wünsche den Vorrang. Vielleicht zögerst Du, den Gedanken anzuwenden, weil Du nicht sicher bist, ob Du ihn wirklich meinst. Das ist nicht von Belang. Der Zweck der heutigen Übungen besteht darin, die Zeit, in der der Gedanke vollkommen wahr sein wird, ein wenig näher zu bringen.

2 Es kann sein, dass die Versuchung groß ist, zu glauben, dass irgendeine Art von Opfer von Dir gefordert wird, wenn Du sagst, dass Du vor allem sehen willst. Wenn es Dir aufgrund der darin enthaltenen Vorbehaltlosigkeit unbehaglich wird, füge hinzu:

3 Die Schau kostet niemanden etwas.

4 Bleibt die Angst vor Verlust weiterhin bestehen, füge außerdem hinzu:

5 Sie kann nur segnen.

6 Der heutige Leitgedanke bedarf zum größtmöglichen Nutzen vieler Wiederholungen. Er sollte mindestens jede halbe Stunde, wenn möglich öfter, angewendet werden. Du könntest es alle fünfzehn oder zwanzig Minuten versuchen. Es wird empfohlen, sobald Du aufwachst oder kurz danach, ein bestimmtes Zeitintervall für die Anwendung des Gedankens festzusetzen und zu versuchen, Dich den ganzen Tag über daran zu halten. Es wird nicht schwierig sein, das zu tun, selbst wenn Du an einer Unterhaltung beteiligt oder zur Zeit anderweitig beschäftigt bist. Du kannst trotzdem einen kurzen Satz still für Dich wiederholen, ohne irgend etwas zu stören.

7 Die eigentliche Frage lautet: Wie oft wirst Du Dich daran erinnern? Wie sehr willst Du, dass der heutige Gedanke wahr ist? Beantworte nur eine dieser Fragen, und Du hast die andere beantwortet. Du wirst wahrscheinlich mehrere und möglicherweise recht zahlreiche Anwendungen versäumen. Sei deswegen nicht bekümmert, sondern versuche, deinen Zeitplan von da an einzuhalten. Wenn Du nur einmal im Laufe des Tages das Gefühl hast, vollkommen aufrichtig gewesen zu sein, während Du den heutigen Leitgedanken wiederholtest, kannst Du sicher sein, dass Du Dir viele Jahre der Mühe erspart hast.

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#38 28-01-2012 01:54

headcrash
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Re: sonship - radio

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Lektion 28 (Audio wma)


Lektion 28

Vor allem will ich die Dinge anders sehen.

1 Heute wenden wir den gestrigen Leitgedanken im konkreten Zusammenhang an. In diesen Übungszeiten wirst Du eine Reihe von eindeutigen Verpflichtungen eingehen. Die Frage, ob Du sie in Zukunft einhalten wirst, kümmert uns hier nicht. Wenn Du wenigstens bereit bist, sie jetzt einzugehen, hast Du den Weg eingeschlagen, sie einzuhalten. Und wir sind immer noch am Anfang.

2 Du fragst Dich vielleicht, warum es beispielsweise wichtig ist, zu sagen: „Vor allem will ich diesen Tisch anders sehen“. An sich ist es überhaupt nicht wichtig. Doch was steht für sich? Und was heißt „an sich“? Du siehst eine Menge einzelner Dinge um Dich herum, was in Wirklichkeit bedeutet, dass Du überhaupt nicht siehst. Entweder siehst Du, oder Du siehst nicht. Wenn Du ein Ding anders gesehen hast, wirst Du alle Dinge anders sehen. Das Licht, das Du in irgendeinem von ihnen sehen wirst, ist das gleiche Licht, das Du in ihnen allen sehen wirst.

3 Wenn Du sagst: „Vor allem will ich diesen Tisch anders sehen“, gehst Du die Verpflichtung ein, Deine vorgefassten Ideen über den Tisch zurückzunehmen und deinen Geist für das zu öffnen, was er ist und wozu er dient. Du definierst ihn nicht aus der Vergangenheit heraus. Du fragst, was er ist, anstatt ihm zu sagen, was er ist. Du knüpfst seine Bedeutung nicht an Deine winzige Erfahrung von Tischen, noch begrenzt Du seinen Sinn und Zweck auf Deine kleinen persönlichen Gedanken.

4 Du wirst nicht in Frage stellen, was Du bereits definiert hast. Und der Zweck dieser Übungen ist, Fragen zu stellen und die Antworten darauf zu bekommen. Dadurch, dass Du sagst: „Vor allem will ich diesen Tisch anders sehen“, verpflichtest Du Dich dem Sehen. Diese Verpflichtung hat keinen Ausschließlichkeitscharakter. Sie gilt ebenso für den Tisch wie für irgend etwas anderes, nicht mehr und nicht weniger.

5 Du könntest in der Tat die Schau aus nur diesem Tisch erlangen, wenn Du all Deine eigenen Ideen über ihn zurücknehmen und ihn mit einem völlig offenen Geist ansehen würdest. Er hat Dir etwas zu zeigen; etwas Schönes und Reines und von unendlichem Wert, voller Glück und Hoffnung. Unter all Deinen Vorstellungen über ihn liegt sein wirklicher Sinn und Zweck verborgen, der Sinn und Zweck, den er mit dem gesamten Universum teilt.

6 Wenn Du den Tisch als Gegenstand für die Anwendung des heutigen Gedankens benutzt, bittest Du daher in Wirklichkeit darum, den Sinn und Zweck des Universums zu sehen. Du richtest die gleiche Bitte an jeden Gegenstand, den Du in den Übungszeiten verwendest. Und Du verpflichtest Dich einem jeden von ihnen gegenüber, Dir seinen Sinn und Zweck offenbaren zu lassen, anstatt ihm Dein eigenes Urteil aufzuerlegen.

8 Wir werden heute sechs zweiminütige Übungszeiten einhalten, in denen der Leitgedanke zuerst geäußert und dann auf alles angewandt wird, was Du gerade um Dich her erblickst. Nicht nur sollten die Gegenstände zufällig gewählt werden, sondern Du solltest ihnen bei der Anwendung des Leitgedankens die gleiche Aufrichtigkeit entgegenbringen, wobei Du anzuerkennen versuchst, dass sie alle gleichwertig zu Deinem Sehen beitragen.
Wie üblich sollten die Anwendungen die Bezeichnung des Gegenstandes, auf den Deine Augen gerade fallen, einschließen, und Du solltest Deine Augen auf ihm ruhen lassen, während Du sagst:

9 Vor allem will ich dieses ______ anders sehen.

10 Jede Anwendung sollte ganz langsam und so aufmerksam wie möglich durchgeführt werden. Es besteht keine Eile.

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#39 29-01-2012 01:20

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Re: sonship - radio

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Lektion 29 (Audio wma)

Lektion 29

Gott ist in allem, was ich sehe.

1 Mit dem heutigen Leitgedanken wird erklärt, warum Du allen Sinn und Zweck in allem sehen kannst. Er erklärt, warum nichts getrennt, für sich oder an sich ist. Und er erklärt, weshalb nichts, was Du siehst, etwas bedeutet. In der Tat erklärt er jeden Leitgedanken, den wir bisher angewendet haben, und auch alle folgenden. Der heutige Leitgedanke ist die ganze Grundlage für die Schau.

2 Es wird Dir wahrscheinlich sehr schwer fallen, diesen Gedanken zu diesem Zeitpunkt zu erfassen. Du findest ihn womöglich töricht, respektlos, sinnlos, komisch oder sogar anstößig. Sicherlich ist Gott beispielsweise nicht in einem Tisch, wie Du ihn siehst. Und doch betonten wir gestern, dass ein Tisch den Sinn und Zweck des Universums mit ihm teilt. Und was den Sinn und Zweck des Universums teilt, teilt seines Schöpfers Sinn und Zweck.

3 Versuche also heute anzufangen, alle Dinge mit Liebe, Anerkennung und einem offenen Geist betrachten zu lernen. Du siehst sie jetzt nicht. Möchtest Du erkennen, was in ihnen ist? Nichts ist so, wie es Dir erscheint. Sein heiliger Sinn und Zweck liegt jenseits Deines kleinen Horizonts. Sobald die Schau Dir die Heiligkeit enthüllt hat, die die Welt erhellt, wirst Du den heutigen Gedanken vollkommen verstehen. Und Du wirst nicht verstehen, wie Du ihn jemals schwierig finden konntest.

4 Unsere sechs zweiminütigen Übungsperioden für den heutigen Tag sollten nach einem mittlerweile vertrauten Muster durchgeführt werden: Beginne damit, Dir den Gedanken zu wiederholen, und wende ihn dann auf zufällig ausgewählte Gegenstände um Dich herum an, indem Du jeden ganz konkret benennst. Versuche die Tendenz zu vermeiden, die Auswahl selbst zu steuern, die im Zusammenhang mit dem heutigen Gedanken seiner völligen Fremdheit wegen besonders verlockend sein mag. Denk daran, dass jegliche Ordnung, die Du aufstellst, der Wirklichkeit gleichermaßen fremd ist.

5 Deine Aufzählung der Gegenstände sollte deshalb so frei wie möglich von jeder eigenen Auswahl sein. Beispielsweise könnte eine geeignete Aufzählung folgendes umfassen:

6 Gott ist in diesem Kleiderbügel.
Gott ist in dieser Zeitschrift.
Gott ist in diesem Finger.
Gott ist in dieser Lampe.
Gott ist in jenem Körper.
Gott ist in jener Tür.
Gott ist in jenem Papierkorb.

7 Wiederhole den heutigen Gedanken zusätzlich zu den festgesetzten Übungsperioden mindestens einmal stündlich, indem Du Dich langsam umsiehst, während Du Dir die Worte ohne Hast vorsagst. Mindestens ein- oder zweimal solltest Du ein Gefühl der Ruhe empfinden, während Du dies tust.

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#40 30-01-2012 01:37

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Re: sonship - radio

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Lektion 30

Gott ist in allem, was ich sehe, weil Gott in meinem Geist ist.

1 Der Gedanke für den heutigen Tag ist das Sprungbrett für die Schau. Von diesem Gedanken aus wird sich die Welt vor Dir öffnen, und Du wirst sie betrachten und in ihr sehen, was Du nie zuvor gesehen hast. Auch wirst Du nicht den leisesten Schimmer mehr von dem sehen, was Du zuvor gesehen hast.

2 Heute versuchen wir, eine neue Art der „Projektion“ anzuwenden. Wir versuchen nicht, uns dessen, was wir nicht mögen, dadurch zu entledigen, dass wir es außen sehen. Statt dessen versuchen wir, das in der Welt zu sehen, was in unserem Geist ist, und das, was wir sehen wollen, ist dort. Auf diese Weise versuchen wir, uns mit dem zu verbinden, was wir sehen, anstatt es getrennt von uns zu halten. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen der Schau und der Art, wie Du jetzt siehst.

3 Der heutige Leitgedanke sollte tagsüber so oft wie möglich angewandt werden. Wiederhole ihn langsam für Dich, wann immer Du einen oder ein paar Augenblicke Zeit hast, während Du Dich umsiehst und zu begreifen versuchst, dass der Gedanke für alles gilt, was Du jetzt siehst oder sehen könntest, wenn es innerhalb Deines Blickfeldes läge.

4 Wirkliche Schau ist nicht auf Vorstellungen wie „nah“und „fern“ begrenzt. Um Dir zu helfen, Dich langsam an diesen Gedanken zu gewöhnen, versuche bei der Anwendung des heutigen Leitgedankens an Dinge zu denken, die außerhalb Deines gegenwärtigen Blickfeldes liegen, wie auch an solche, die Du tatsächlich sehen kannst.

5 Nicht nur ist die wirkliche Schau nicht durch Raum und Entfernung begrenzt, sie ist auch keineswegs auf körperliche Augen angewiesen. Der Geist ist ihre einzige Quelle. Um Dir zu helfen, Dich auch an diesen Gedanken besser zu gewöhnen, widme mehrere Übungszeiten der Anwendung des heutigen Leitgedankens mit geschlossenen Augen, wobei Du jeden Gegenstand benutzt, der Dir in den Sinn kommt, und nach innen statt nach außen schaust. Der heutige Gedanke gilt für beide gleichermaßen.

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#41 31-01-2012 01:19

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Re: sonship - radio

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Lektion 31

Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe.

1 Der heutige Leitgedanke ist die Einführung zu Deiner Befreiungserklärung. Der Gedanke sollte wiederum sowohl auf die Welt, die Du außen siehst, als auch auf die Welt, die Du innen siehst, angewandt werden. Bei der Anwendung des Gedankens benutzen wir eine Form der Übung, die immer öfter - mit jeweils angegebenen Veränderungen - Verwendung finden wird. Allgemein gesagt hat diese Form zwei Teile, einen, in dem Du den Gedanken konzentrierter übst, und einen anderen, der aus häufigen Anwendungen des Gedankens den ganzen Tag hindurch besteht.

2 Zwei längere Übungszeiten mit dem heutigen Leitgedanken sind nötig, eine am Morgen und eine am Abend. Drei bis fünf Minuten werden für jede davon empfohlen. Sieh Dich während dieser Zeit langsam um, indem Du den Gedanken zwei- oder dreimal wiederholst. Schließe dann die Augen, und wende den gleichen Gedanken auf Deine innere Welt an. Du wirst beiden gemeinsam entrinnen, denn die innere Welt ist die Ursache der äußeren.

3 Während Du Dir Deine innere Welt sorgfältig ansiehst, lass einfach alle Gedanken, die Dir gerade in den Sinn kommen, in Dein Bewusstsein treten, worauf jeder einen Augenblick lang betrachtet und dann vom nächsten abgelöst wird. Versuche, keinerlei Hierarchie unter ihnen zu errichten. Sieh sie so leidenschaftslos wie möglich kommen und gehen. Halte Dich nicht bei irgendeinem im besonderen auf, sondern versuche, den Strom gleichmäßig und ruhig weiterfließen zu lassen, ohne irgendeine besondere Anteilnahme Deinerseits. Wiederhole Dir, während Du so dasitzt und ruhig Deine Gedanken beobachtest, den heutigen Leitgedanken, sooft Du willst, aber ohne jedes Gefühl der Eile.

4 Wiederhole den heutigen Gedanken zusätzlich so häufig wie möglich tagsüber. Erinnere Dich daran, dass Du eine Unabhängigkeitserklärung im Namen Deiner eigenen Freiheit abgibst. Und in Deiner Freiheit liegt die Freiheit der Welt.

5 Der heutige Gedanke eignet sich auch besonders gut als Antwort auf jede Form der Versuchung, die aufkommen mag. Er ist eine Erklärung, dass Du ihr nicht nachgeben und Dich nicht in Knechtschaft begeben wirst.

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#42 01-02-2012 01:08

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Lektion 32

Ich habe die Welt, die ich sehe, erfunden.

1 Heute entwickeln wir das Thema von Ursache und Wirkung weiter. Du bist nicht das Opfer der Welt, die Du siehst, weil Du sie erfunden hast. Du kannst sie ebenso leicht aufgeben, wie Du sie erfunden hast. Du wirst sie sehen oder nicht sehen, ganz nach Deinem Wunsch. Solange Du sie willst, wirst Du sie sehen; wenn Du sie nicht mehr willst, wird sie für Dich nicht mehr zu sehen sein.

2 Der heutige Gedanke gilt wie die vorhergehenden für Deine innere und äußere Welt, die tatsächlich dasselbe sind. Da Du sie jedoch als verschieden ansiehst, werden die heutigen Übungszeiten wieder zwei Abschnitte umfassen: einen, in dem es um die Welt geht, die Du außerhalb von Dir siehst, und einen, in dem es um die Welt geht, die Du in Deinem Geist siehst. Versuche in den heutigen Übungen, den Gedanken einzuführen, dass beide in Deiner eigenen Vorstellung sind.

3 Wir wollen die morgendlichen und abendlichen Übungszeiten wiederum damit beginnen, den heutigen Gedanken zwei- oder dreimal zu wiederholen, während Du Dich in der Welt umsiehst, die Du als außerhalb von Dir siehst. Schließe dann die Augen, und sieh Dich in Deiner inneren Welt um. Versuche, sie beide so gleich wie möglich zu behandeln. Wiederhole den heutigen Gedanken ohne Eile, sooft Du möchtest, während Du Dir die Bilder ansiehst, die Deine Vorstellungskraft Deinem Bewusstsein präsentiert.

4 Für die beiden längeren Übungsperioden werden drei bis fünf Minuten empfohlen, wobei es nicht weniger als drei Minuten sein sollten. Mehr als fünf Minuten können aufgewendet werden, wenn Du die Übung erholsam findest. Um das zu erleichtern, wähle eine Zeit, in der kaum Ablenkung zu erwarten ist und in der Du selbst das Gefühl hast, einigermaßen bereit zu sein.

5 Diese Übungen sollten auch während des Tages so oft wie möglich weitergeführt werden. Die kürzeren Anwendungen bestehen darin, den Gedanken langsam zu wiederholen, während Du entweder Deine innere oder Deine äußere Welt sorgfältig musterst. Es ist nicht von Belang, für welche Du Dich entscheidest.

6 Der heutige Gedanke sollte auch unverzüglich auf jede Situation angewendet werden, die Dich quält. Wende den Gedanken an, indem Du Dir sagst:

7 Ich habe diese Situation, wie ich sie sehe, erfunden.

Beitrag geändert von headcrash (03-02-2012 01:38)

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#43 02-02-2012 01:26

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Lektion 33

Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten.

1 Der heutige Gedanke ist ein Versuch, zu begreifen, dass Du einen Wechsel Deiner Wahrnehmung der Welt, sowohl was ihre äußeren, wie auch was ihre inneren Aspekte angeht, vornehmen kannst. Volle fünf Minuten sollten der morgendlichen und abendlichen Anwendung gewidmet werden. In diesen Übungszeiten sollte der Gedanke so oft wiederholt werden, wie Du es als angenehm empfindest, obgleich es wesentlich ist, dass er ohne Eile angewendet wird. Wechsle zwischen einer Musterung Deiner äußeren und inneren Wahrnehmung ab, aber ohne den Wechsel als abrupt zu empfinden.

2 Sieh Dich einfach beiläufig in der Welt um, die Du als außerhalb von Dir wahrnimmst, schließe daraufhin Deine Augen, und mustere Deine inneren Gedanken mit der gleichen Beiläufigkeit. Versuche, bei beiden gleichermaßen unbeteiligt zu bleiben und diese Distanziertheit aufrechtzuerhalten, während Du den Gedanken den ganzen Tag über wiederholst.

3 Die kürzeren Übungszeiten sollten so zahlreich wie möglich sein. Gezielte Anwendungen des heutigen Gedankens sollten ebenfalls umgehend erfolgen, sobald irgendeine Situation eintritt, die Dich zur Unruhe verleitet. Sage bei diesen Anwendungen:

4 Es gibt eine andere Art, dies zu betrachten.

5 Denk daran, den heutigen Gedanken in dem Augenblick anzuwenden, in dem Du Dir bewusst wirst, dass Dich etwas quält. Es kann nötig sein, dass Du Dir etwa eine Minute Zeit nimmst, um ruhig dazusitzen und den Gedanken mehrmals für Dich zu wiederholen. Bei dieser Form der Anwendung wird es Dir wahrscheinlich helfen, die Augen zu schließen.

Beitrag geändert von headcrash (03-02-2012 01:37)

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#44 03-02-2012 01:34

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Lektion 34

Statt dessen könnte ich Frieden sehen.

1 Mit dem heutigen Leitgedanken beginnen wir, die Bedingungen zu beschreiben, die in der anderen Art des Sehens vorherrschen. Geistesfrieden ist eindeutig eine innere Angelegenheit. Er muss bei Deinen eigenen Gedanken beginnen und sich dann nach außen ausdehnen. Dein Geistesfriede ist es, aus dem eine friedliche Wahrnehmung der Welt entsteht.

2 Drei längere Übungszeiten sind für die heutigen Übungen erforderlich. Eine am Morgen und eine am Abend werden empfohlen, mit einer zusätzlichen, die irgendwann zwischendurch zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden soll, der Deiner Bereitschaft besonders zuträglich ist. Bei jeder dieser Übungen solltest Du Deine Augen schließen. Die Anwendung des heutigen Leitgedankens sollte auf Deine innere Welt gerichtet sein.

3 Etwa fünf Minuten der Geisteserforschung sind für jede der längeren Übungsperioden erforderlich. Erforsche deinen Geist nach Gedanken der Angst, nach Situationen, die Beklemmung hervorrufen, nach Personen oder Geschehnissen, die Dich „kränken“, oder nach irgend etwas anderem, über das Du lieblose Gedanken hegst. Nimm von diesem allem beiläufig Notiz, und wiederhole den heutigen Leitgedanken langsam, während Du beobachtest, wie es in Deinem Geist aufsteigt, und jedes einzelne loslässt, damit es vom nächsten abgelöst werden kann.

4 Wenn es schwierig für Dich wird, an konkrete Inhalte zu denken, dann fahre fort, den Gedanken ohne Eile für Dich zu wiederholen, ohne ihn auf irgend etwas im besonderen anzuwenden. Achte jedoch darauf, dass Du nichts ausdrücklich ausschließt.

5 Die kürzeren Anwendungen sollten häufig stattfinden, und zwar immer dann, wenn Du das Gefühl hast, Dein Geistesfrieden sei in irgendeiner Weise bedroht. Das bezweckt, Dich den ganzen Tag über vor der Versuchung zu schützen. Wenn eine bestimmte Form der Versuchung in Deinem Bewusstsein aufsteigt, sollte die Übung die folgende Form annehmen:

6 Ich könnte in dieser Situation Frieden sehen statt dessen, was ich jetzt in ihr sehe.

7 Wenn die Attacken gegen Deinen Geistesfrieden die Form eher allgemein negativer Gefühle annehmen, beispielsweise von Depression, Beklommenheit oder Sorge, dann wende den Gedanken in seiner ursprünglichen Form an. Wenn Du meinst, dass Du mehr als eine Anwendung des heutigen Gedankens brauchst, um Dir zu helfen, Dein Denken in irgendeinem bestimmten Zusammenhang zu ändern, dann versuche, Dir einige Minuten Zeit zu nehmen und sie der Wiederholung des Gedankens zu widmen, bis Du ein gewisses Gefühl der Erleichterung verspürst. Es wird Dir helfen, wenn Du Dir ausdrücklich sagst:

8 Ich kann mein Gefühl der Depression, der Beklommenheit oder der Sorge [oder meine Gedanken über diese Situation, diese Person oder dieses Ereignis] durch Frieden ersetzen.

Beitrag geändert von headcrash (03-02-2012 17:34)

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#45 04-02-2012 01:24

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Lektion 35

Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.

1 Der heutige Leitgedanke beschreibt nicht die Art und Weise, in der Du Dich jetzt siehst. Er beschreibt jedoch, was die Schau Dir zeigen wird. Es ist für jeden schwierig, der denkt, er sei in dieser Welt, das von sich selbst zu glauben. Doch der Grund dafür, dass er denkt, er sei in dieser Welt, ist, dass er es nicht glaubt.

2 Du wirst glauben, dass Du ein Teil dessen bist, wo Du zu sein vermeinst. Das ist so, weil Du Dich mit der Umgebung, die Du haben willst, umgibst. Und Du willst sie, damit sie das Bild Deiner selbst, das Du gemacht hast, schützt. Das Bild ist Teil dieser Umgebung. Das, was Du siehst, während Du in ihr zu sein glaubst, siehst Du durch die Augen des Bildes. Das ist nicht Schau. Bilder können nicht sehen.

3 Der heutige Leitgedanke bietet eine völlig andere Sicht Deiner selbst. Indem er Deine Quelle feststellt, stellt er Deine Identität fest und beschreibt Dich, wie Du in Wahrheit wirklich sein musst. Wir werden den heutigen Gedanken in einer etwas anderen Art anwenden, weil das Hauptgewicht heute auf dem Wahrnehmenden liegt statt auf dem, was er wahrnimmt.

4 Beginne heute jede der drei fünfminütigen Übungszeiten damit, dass Du den Leitgedanken für Dich wiederholst, schließe dann Deine Augen, und erforsche Deinen Geist nach den vielfältigen Arten von Begriffen, mit denen Du Dich selbst beschreibst. Beziehe alle egohaften Eigenschaften, die Du Dir zuschreibst, mit ein, seien sie nun positiv oder negativ, wünschenswert oder nicht wünschenswert, imposant oder herabwürdigend. Sie sind alle gleichermaßen unwirklich, weil Du Dich nicht mit den Augen der Heiligkeit betrachtest.

5 Zu Beginn Deiner Geisteserforschung wirst Du wahrscheinlich die Aspekte Deiner Selbstwahrnehmung hervorheben, die Du als negativer ansiehst. Gegen Ende der Übungsperiode jedoch kann es durchaus sein, dass Dir eher selbstaufblähende Beschreibungen über Dich durch den Kopf gehen. Versuche zu begreifen, dass die Richtung Deiner Phantasien über Dich nicht von Belang ist. Illusionen haben in Wirklichkeit keine Richtung. Sie sind einfach nicht wahr.

6 Eine geeignete, wahllose Liste für die Anwendung des heutigen Gedankens könnte etwa so lauten.

7 Ich sehe mich als ausgenutzt an.
Ich sehe mich als niedergeschlagen an.
Ich sehe mich als Versager an.
Ich sehe mich als gefährdet an.
Ich sehe mich als hilflos an.
Ich sehe mich als siegreich an.
Ich sehe mich als Verlierer an.
ich sehe mich als barmherzig an.
Ich sehe mich als tugendhaft an.

8 Du solltest nicht abstrakt an diese Begriffe denken. Sie werden Dir einfallen, während verschiedenartige Situationen, Personen und Ereignisse, in denen Du vorkommst, vor Deinem geistigen Auge erscheinen. Nimm irgendeine bestimmte Situation, die Dir einfällt, bestimme den Begriff oder die Begriffe, mit denen man Deiner Ansicht nach Deine Reaktion auf diese Situation beschreiben kann, und benutze diese Begriffe bei der Anwendung des heutigen Gedankens. Nachdem Du sie alle benannt hast, füge hinzu:

9 Aber mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig.

10 Während der längeren Übungsperioden wird es wahrscheinlich Zeiten geben, in denen Dir nichts Bestimmtes einfällt. Strenge Dich nicht an, Dir bestimmte Dinge auszudenken, um diesen Zeitraum auszufüllen, sondern entspanne Dich einfach, und wiederhole den Gedanken langsam, bis Dir etwas in den Sinn kommt. Obwohl nichts, was auftaucht, in den Übungen übergangen werden sollte, sollte auch nichts mühselig „ausgegraben“ werden. Du solltest Dir weder Gewalt antun noch Dein kritisches Urteil anwenden.

11 Greife so oft wie möglich tagsüber eine bestimmte Eigenschaft oder Eigenschaften auf, die Du Dir im Moment zuschreibst, und wende den heutigen Gedanken auf sie an, wobei Du den Leitgedanken in der obengenannten Form zu jeder einzelnen Eigenschaft hinzufügst. Wenn Dir nichts Besonderes einfällt, dann wiederhole Dir einfach den Leitgedanken mit geschlossenen Augen.

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