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gute besserung (migräne), jochen. und danke für deine antwort.
lg. waltraud.
danke zurück.
Geht schon wieder (sonst würd ich nicht schreiben) -
Cola sei dank.
lieben Gruß,
jochen
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Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.
deiner Logik folgend, lieber Jochen, bleibt nur noch die Frage, was hat Matthäus damit sagen wollen?
was bleibt uns zu tun übrig?
liebe lenka,
meiner Logik folgend bleibt da keine Frage.
Deine Frage: "was bleibt uns zu tun übrig?" kann ich nicht beantworten,
denn ich finde, das "uns" ist da fehl am Platze.
(Erinnert mich an den Arzt, der jedesmal fragt: "Was fehlt uns denn heute?")
Ich kann sehr wohl sagen, was mir zu tun übrig bleibt,
aber das beantwortet der Augenblick und ist jedesmal anders.
Was dir zu tun übrig bleibt, oder sonst jemandem, kann ich und will ich nicht beantworten.
Ich bin längst davon abgekommen zu glauben, daß es da eine Antwort gibt,
die für aller gleichermaßen gültig ist.
Vielleicht mal so ausgedrückt:
Das Reich Gottes ist in meinen Augen ein Bewußtseinszustand - oder ein bewußter Seinszustand -
in welchem alles, was mir zufällt (dazu gehören auch innere Impulse etwas zu tun)
kein Zufall mehr ist, sondern Fügung. Es ist das, was geschieht. Es kann gar nicht anders sein.
Wo ist da noch Raum für den Gedanken, es müßte mir noch etwas anderes zufallen?
Zu tun bleibt eine Menge, aber das ergibt sich von selbst,
das geht bei mir eher in die Richtung "es tut sich was" als "ich tue was".
Für mich ist das "Was" sowieso nicht mehr so wichtig, viel wichtiger ist das "Wie".
Wenn das Ich in den Hintergrund tritt, dann ist das Tun nicht mehr so zweckgerichtet
sondern eher ein Selbstzweck, die Befriedigung liegt im Vollzug, nicht in der Absicht.
Das ist eigentlich sehr schön zu erleben, wie jede Handlung dann eine heilige Handlung wird.
Früher habe ich mich, wenn ich die Rituale in der Messe beobachtet habe, oft gefragt: Was macht der da?
Heute beobachte ich mich selber und frage mich: Was macht der da?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, aber es ist schon beeindruckend und schön anzusehen.
lieben Gruß,
jochen
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und im stillen wächst eine generation heran
die nicht mehr liest, sondern selber weiss
die nicht alte meister zitiert, sondern leise lächelt
die kein konzept braucht, um zu verstehen
was liebe ist
diese generation wird dafür sorgen
dass ihre kinder ohne grössere schäden
die etablierten systeme verlassen
und als freiere menschen
(im vergleich zur alten garde)
ihren weg gehen können
betrachtet diese worte nicht als kritik an euch
sondern wüdigt euer leben und handeln danach
in welche welt ihr geboren seid
welche wege ihr bereitet habt
wie oft ihr eure hände gereicht habt
und wo ihr heute steht
ich beobachte mit viel freude
wie sich die menschen wandeln
neue ideen gebären eine neue welt
ja es wird noch dauern...
meinen platz habe ich eh gefunden
es ist die liebe in meinem herzen
I'm John
Löse die Probleme, die Du lösen kannst, beschäftige Dich aber nicht mit denen, die Du nicht beinflussen kannst.
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Kann man von Lichtnahrung leben?
- bei solchen Fragen frage ich meistens erst mal zurück:
Warum willst du das wissen?
mich interessiert es, weil es erstens für mich ebenfalls ein hinweis darauf ist:
es ist ja schon immer so, dass der Mensch nicht von Nahrung lebt - sondern, weil er GEIST ist, auch wenn die Illusion hier so echt ausgespielt wird.
und zweitens die maximale version dessen zu sein scheint:
Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.
nicht jeder der den lichtnahrungsprozess durchgemacht hat, muss deswegen ein heiliger sein.
aber es zeigt ein gewisses mass an vertrauen - sei es in gott, das universum oder die weisse bruderschaft (hab ich in einem online-tagebuch gelesen).
und ich wünschte, so ein vertrauen auch mal entwickeln zu können ...
liebe grüße,
tom
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Warum willst du das wissen?
Weil ich mein Wissen erweitern will. Ohne Hintergedanken
Und keine feste Nahrung zu sich nehmen heißt für mich nicht von Lichtnahrung leben.
Auf der Welt gibts viele "essgestörte" Personen, die sich nur von Säften und Vitaminpillen ernähren. Ohne Lichtnahrungbrimborium.
Wahrscheinlich ist es wie immer die Story dahinter, die die Sache dann heiligt.
Der eine nennt sich essgestört, der andre erleuchtet ![]()
Bold Choices
take you where you suppose to be
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und ich wünschte, so ein vertrauen auch mal entwickeln zu können ...
liebe grüße,
tom
lieber Tom,
mit dem Vertrauen ist das so eine Sache.
Wenn man die Jesus-Worte
Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.
profan auslegt, könnte man zu dem Schluß kommen: Aha, es wird immer genug zu essen da sein. Da wird man dann aber möglicherweise enttäuscht. Diese Worte sind keine Lebensversicherung und auch keine Lebensmittelkarte. Es sind nämlich schon Vögel verhungert, im Winter, und neuerdings fallen sie auch tot vom Himmel. Was heißt also „Gott ernährt sie doch“ tatsächlich?
Sie verweisen eher auf die Erfahrung, daß ich selbst im Fallen „von guten Mächten wunderbar geborgen“ bin. Diese Worte hat Dietrich Bonhoeffer im KZ geschrieben. Ich weiß nicht, ob das eine Frage des Vertrauens ist und ob man das entwickeln kann. Bei mir war es so, daß ich es in einer tiefen Lebenskrise ganz plötzlich gewußt habe – und seither ist es da und trägt mich, auch wenn immer mal wieder Zweifel und Ängste dazwischen schießen. Das Paradoxe ist: Die Erfahrung des Gehaltenseins ist völlig unabhängig von Vertrauen oder Zweifel. Sie ist beständig. Es war auch nicht so, daß die Erfahrung eintrat, als ich mich gerade in Vertrauen geübt habe, sondern in einer Situation, wo Zweifel und Angst mich völlig überrrollt hatten und ich das Vertrauen ziemlich verloren hatte.
Rilke hat das Fallen einmal sehr schön in Worte gefaßt:
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.Rainer Maria Rilke
lieben Gruß,
jochen
Beitrag geändert von jochen (19-02-2011 10:59)
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Aha, es wird immer genug zu essen da sein. Da wird man dann aber möglicherweise enttäuscht. Diese Worte sind keine Lebensversicherung und auch keine Lebensmittelkarte.
lieber jochen,
andererseits glaube ich, wenn man die möglichkeit gänzlich ausschließt, dass es da eine hand gibt, die einem auffängt, kann einem nicht geholfen werden.
so wie der mann, der in einem kühlhaus eingeschlossen wurde und erfror, obwohl das kühlaggregat gar nicht eingeschalten war.
des menschen wille ist sein himmelreich, wenn ich das mal so frei zitieren darf. ob man vetrauen lernen kann, weiss ich nicht, aber der umstand, dass andere vertrauen können, schafft eine bereitschaft für die von dir beschriebene erfahrung offen zu sein.
liebe grüße,
tom
Beitrag geändert von headcrash (19-02-2011 17:30)
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meine zustimmung zu deinen zeilen, jochen: ich habe in einer lebenskrise im tiefen fallen die geborgenheit erlebt, wie dietrich bonhoeffer in seinem lied beschreibt. das vertrauen entstand und blieb. neu geboren ist der weg danach ein anderer.
tom: vertrauen zu dürfen ist ein geschenk. alles hat seine zeit.
lg. waltraud.
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hey Jochen, was bist´n so schroff zu mir? *lach
der Matthäus hat mit dem "euch" angefangen und Anweisungen gegeben und du sagtest, du hättest dem nichts hinzuzufügen.
Daraufhin hab ich dich gefragt, wie du ihn verstanden hast, weil es mich interessiert hat. Nada mas.
nächtliche Grüsse in die Runde,
ich komm soeben zurück von einem Konzert im Schloss (und dabei gibt hier eigentlich gar keine Schlösser - die Könige/Menceys der Ur-Inselbewohner wohnten in Höhlen - ich weiss nicht wer es hier vor ein paar Jahrzehnten gebaut, nun gehörts einem Deutschen, der es hin und wieder für kleine Events dem Publikum öffnet, heute Streichquartett Haydn und Beethoven )
die Musiker waren exquisit, das Publikum hat tapfer den Husten zurückgehalten,
ich und meine zwei strahlenden Begleiter haben den Altersdurchschnitt nur unwesentlich nach unten gebracht,
aber so jung hab ich mich schon lang nicht mehr gefühlt *grins
Lenka
http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Von-Licht-ernaehrt--bis-in-den-Tod/story/28039574
Ernüchternd.
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